Finchen, die liebe und bildhübsche Hündin, sucht nun endlich ein richtiges Zuhause.

Ihr erstes Dasein lehrte sie das Fürchten. Sie beschloss, fortan unsichtbar zu sein. So verlief ihr zweites Sein ausschließlich im Zwinger, weil sie nicht umgänglich genug war. Ihre Hoffnungslosigkeit rührte uns und wir übernahmen sie in eine Pflegestelle … und niemand hatte in ihrem vorherigen Dasein bemerkt, dass Finchen Tumore gewachsen waren.

Nun wandten sich Finchen das erste Mal in ihrem Leben Menschen liebevoll und geduldig zu, hatten so manche schlaflose Nacht… und weinten mit ihr und um sie. Auch das Hunderudel nahm Finchen auf und stand bei ihr. Die zarte Hündin begann langsam Vertrauen zu fassen und sich zurück ins Leben zu kämpfen gegen die Angst, gegen die Operationsschmerzen… Und sie hat es geschafft: Ein halbes Jahr nach der Operation gibt es weder Tumore noch Metastasen! Finchen glaubt an ihre Zukunft und wir haben nicht das Recht, ihr ihren Glauben zu nehmen.

Finchen möchte am Leben teilhaben – zaghaft noch und öfter ausweichend, aber ohne panisches Davonstürzen. Gegenüber Vertrauenspersonen wird sie immer zutraulicher und nimmt schon Leckerli aus der Hand. Finchen kann inzwischen Hände ertragen und auch eine Bürste. Sogar Haushaltsgeräusche erschrecken sie nicht mehr. Für kurze Zeit schafft sie es schon, allein zuhause zu bleiben.

Hocherfreut ist Finchen, wenn es ins Grüne geht. Ihre Spaziergänge mag sie gern ausgedehnt und gemütlich, da sie sich ihre neue Welt in Ruhe erschnuppern möchte. Den Zusammenhang zwischen Autofahren und anschließendem Waldspaziergängen hat sie schnell erfasst und ist somit eine begeisterte Auto-Beifahrerin.

Mit anderen Hunden geht Finchen entspannt und freundlich um. Ein Zweithund sollte sie im neuen Zuhause gut unterstützen. Katzen beachtet Finchen nicht, sie geht ihnen eher aus dem Wege.

Finchen ist kein junger Hund mehr und nicht alles kann und muss sie schaffen. Sie wird nur in einer ländlichen Umgebung gut leben können und in ihrem neuen Zuhause sollten keine Kinder wohnen. Aber natürlich kann man sie an Besuch gewöhnen, auch an den von netten Enkelkindern.

Finchen ist 8 Jahre alt, hat 40 cm Schulterhöhe und wiegt 12 kg. Sie wird kastriert, geimpft, gechippt und mit EU-Heimtierausweis vermittelt.

Ja und ja: Finchen ist kein Jedermanns-Hund. Aber vielleicht gibt es Menschen, die ahnen, wie es einem geht, wenn man – mit einem Rucksack voll schlechter Erfahrungen – am Start zu unbekannten Wegen steht.

Falls Sie einfühlsam führen können und Finchen Sie berührt, dann begleiten Sie Finchen … und kommen ans Ziel mit zusammengeschweißtem Er-Leben!

Wir freuen uns auf den Anruf von besonderen Menschen:

Wenn Sie Finchen ein Zuhause geben möchten, dann freuen wir uns auf ihren Anruf.

Hilfe für Labortiere Berlin e.V.:

Tel. 033397/ 27 38 22 (tagsüber 10:00 – 16:00 Uhr)

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geburtsjahr: 2013

Fellfarbe: beige-braun-schwarz

gechippt: ja

geimpft: ja

kastriert: ja

Größe: 40 cm SH

Gewicht: 12 kg